Das, was wir als unsere Vergangenheit wahrnehmen, ist nur ein ambivalentes Gewebe, Fragmente von vergangenen Ereignissen, die sich in das Erinnerte einschleichen, vermischt mit dynamischen Eindrücken der Jetztzeit. Die Vergangenheit ist zu aller Zeit verbunden mit dem Prozess des Erschaffens; sich erinnern, heißt die Geschichte neu zu erzählen; neu zu kreieren. Man kann sagen, die Vergangenheit, wie sie davor war, stirbt. Mit dem Akt des Erinnerns projizieren wir unsere Erinnerung in die Zukunft. (Nach Ong Keng Sen)

Wir sind Echos aus der Vergangenheit,

Wir weben uns in die Textur des Jetzt.

Was wir von der Zukunft wissen,

wurzelt in dem, was wir glauben gewesen zu sein.


Wir sind Zeitpfeile in umgekehrter Richtung,

Scherben eines zukünftigen Bewusstseins,

Wir transformieren uns ständig neu.

Was wir wissen, ist, dass wir nichts wissen.


Alles was wir brauchen, ist da wo wir gerade sind,

das Kommende entsteht aus diesem Raum,

die Zukunft ist so unscharf wie die Vergangenheit,

nur das Jetzt erfüllt alle 160 Billiarden Zellen deines Seins.

credits

Choreographie:
Philip Bergmann,
Wsewolod Emiljewitsch Meyerhold

Sound:
Åke Parmerud

Tanz:
Janne Aspvik,
Sergiu Matis,
Gil Ho Yang

Bühne:
Aliénor Dauchez

Licht:
Michael Bischoff

Dramaturgie:
Anke Euler

Illustration:
Sabine Mayer (binemayer@gmx.li)

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